DMS

Dehnmessstreifen (DMS)

Überblick über DMS

Dehnungsmesstechniken helfen in der Praxis um Antworten über die Verformungseigenschaften und Spannungszustände von Bauelementen zu bekommen. Mit Hilfe geeigneter Elastizitätskörper können damit empfindliche Kraftaufnehmer und Wägezellen aufgebaut werden.

Die Dehnmessstreifen sind für diese Aufgaben bestens geeignet. Mit Hilfe dieser Streifen können dehnende und stauchende Verformungen gemessen werden. Ihr Aufbau besteht aus mäanderförmigen Leiterbahnen, welche auf einer Trägerfolie aufgebracht sind. Klebt man nun diese DMS mit Spezialkleber auf die Oberfläche des zu untersuchenden Bauteils, führen auftretende Belastungen (dehnende wie stauchende) zu Widerstandsänderungen. Oft werden diese experimentellen Werte zur Kontrolle der vorangegangen Berechnungen herangezogen oder dann durchgeführt, wenn keine ausreichenden angenäherten Berechnungen möglich sind.

Anwendungsgebiete

Mögliche Anwendungsgebiete sind Bauteile, Holzkonstruktionen, Schiffsbau, Gebäudetechnik, Druckbehälter, Heizungs- / Sanitärbereich, Messtechnik und Medizintechnik und viele mehr.

Aufbau

Der am häufigsten angewendete DMS ist ein sogenannter Metall-Folien-DMS. Bei diesem Typ besteht die Messgitterfolie aus mäanderförmigen Leiterbahnen (von 3 bis etwa 8µm dick) die auf einer Trägerfolie aufgebracht sind. Standardwiderstände sind 120 Ohm, 350 Ohm, 1000 Ohm und 5000 Ohm. Als Folienlegierung kommt Konstantan oder Karma zum Einsatz. Es sind aber auch Halbleiter-DMS auf Siliziumbasis erhältlich. Die Form der Messgitter ist sehr unterschiedlich und orientiert sich an den Aufgaben bzw. dem Verwendungszweck.

Oft wird noch eine zweite, dünne Folie auf der Oberseite angebracht und mit dem Träger fest verklebt – so wird das Messgitter mechanisch geschützt. Nicht nur einzelne DMS finden auf einem Träger Platz – 2 bis 3 DMS auf einem Träger sind durchaus üblich. Liegen zum Beispiel 3 DMS unterschiedlich geometrisch angeordnet zueinander, so spricht man auch von sog. DMS Rosetten.

Die Wahl des Trägermaterials ist wiederum abhängig von der Einsatztemperatur. Viele verschiedene Typen führen wir ab Lager. Sprechen Sie uns dazu gerne an, wir helfen Ihnen weiter. Ausführliches Informationsmaterial können Sie unter der Rubrik Kataloge herunterladen.

Funktion

Die metallischen DMS basieren – wie bereits angedeutet – auf der Änderung des Widerstandes durch Längen- und Querschnittsänderung. Bei einer Dehnung nimmt der Widerstand zu, bei einer Stauchung wird der Widerstand kleiner. Klebt man einen solchen DMS auf einen Prüfling (mit geeignetem Kleber), so wird die Formänderung des Trägers auf den DMS übertragen. Daraus resultiert eine Widerstandsänderung. Mittels der Wheatstoneschen Messbrücke kann die Weiterverarbeitung erfolgen.

Dehnmessstreifen DMS 4
„Angebondete Anschlußdrähte an einer DMS Rosette“

Wir freuen uns auf die Zusammenarbeit mit Ihnen!


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